Vier Waschmittelmarken, die man meiden sollte: laut 60 Millions de consommateurs gesundheitsschädlich

Einige Rezepturen überraschen negativ.

Ein französischer Verbrauchertest hat bekannte Waschmittel strenger unter die Lupe genommen. Das Ergebnis rüttelt auf und betrifft Gesundheit wie Umwelt.

Was steckt hinter der Warnung aus Frankreich?

Das Magazin 60 Millions de consommateurs untersuchte am 7. April 2023 rund dreißig Waschmittel. Vier Produkte fielen besonders negativ auf und erhielten die schlechteste Note E. Die Redaktion kritisierte Reizstoffe, potenzielle Allergene und eine geringe biologische Abbaubarkeit einzelner Inhaltsstoffe.

Laut der Untersuchung vom 7. April 2023 stufen die Tester vier Produkte als problematisch ein und vergeben die Note E.

Produkt Marke Bewertung Gründe laut Test
Essences naturelles (Rosen & weißer Flieder) Omo E Reizstoffe, Isothiazolinone, Natriumlaurylethersulfat, geringe Abbaubarkeit
Au savon de Marseille Persil E Allergene, Isothiazolinone, Tensidmix mit Reizpotenzial
3 en 1 au savon de Marseille Xtra E Konservierer mit Allergierisiko, Duftstoffe, Abwasserbelastung
Power Alpine Ariel E Reizende Bestandteile, Duftstoffe, begrenzte biologische Abbaubarkeit

Wichtig: Die erwähnten Produktnamen stammen aus dem französischen Markt. Rezepturen können je nach Land variieren und sich seit 2023 geändert haben. Wer betroffene Varianten nutzt, sollte das aktuelle Etikett prüfen.

Warum Isothiazolinone Kopfzerbrechen bereiten

Isothiazolinone wie MIT (Methylisothiazolinon) oder BIT (Benzisothiazolinon) konservieren Flüssigwaschmittel. Diese Stoffe verhindern Keime in der Flasche. Gleichzeitig gehören sie zu den häufigsten Auslösern für Kontaktallergien. Sensible Haut reagiert mit Rötung, Juckreiz oder Ekzemen. Schon kleine Mengen können bei sensibilisierten Personen Beschwerden auslösen.

Sles: effektiv, aber nicht für jede Haut

Natriumlaurylethersulfat (SLES) reinigt stark und schäumt verlässlich. Das freut die Wäsche, nicht immer die Haut. SLES kann entfetten und bei häufiger Exposition austrocknen. Zusammen mit Parfümstoffen erhöht sich das Reizpotenzial. Für viele Menschen bleibt das unproblematisch. Bei empfindlicher Haut, Neurodermitis oder Kindern lohnt sich ein prüfender Blick auf die Zutatenliste.

Parfümierte Vollwaschmittel erhöhen bei empfindlicher Haut das Risiko für Kontaktekzeme. Duftfrei reduziert die Wahrscheinlichkeit spürbar.

Gesundheit und Umwelt: doppelte Belastung

Waschmittelreste landen im Abwasser. Kläranlagen bauen vieles ab, nicht alles vollständig. Konservierer wie Isothiazolinone sind wassergefährdend. Duftstoffe und optische Aufheller belasten Gewässerorganismen. Hohe Dosierungen vergrößern den Fußabdruck. Auch die Verpackung zählt: Flüssigkeiten kommen mit mehr Kunststoff daher, Kapseln erleichtern Dosierung, bergen aber Verschluckungsrisiken für Kinder.

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Im Test schnitten Kapseln im Durchschnitt besser ab als viele Flüssigwaschmittel. Ein Grund: präzise Dosierung. In der besprochenen Auswahl erzielte die Xéor-Kapsel von Leclerc 15 von 20 Punkten. Maison Verte Bioactive lag mit 14 von 20 Punkten ebenfalls vorn. Beide Empfehlungen stammen aus Frankreich und dienen als Orientierung für Kriterien, nicht als direkte Kaufempfehlung in Deutschland.

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Woran sich Verbraucher in Deutschland orientieren können

Wer die eigene Routine verbessern will, konzentriert sich auf klare Signale auf dem Etikett und auf den tatsächlichen Bedarf zu Hause.

  • Bevorzugen Sie parfümfreie oder niedrig parfümierte Varianten für sensible Haut.
  • Achten Sie auf Isothiazolinone in der Zutatenliste: MIT, BIT, CMIT/MIT.
  • EU-Umweltzeichen oder Blauer Engel helfen bei Umweltkriterien.
  • Pulver benötigen seltener Konservierer als Flüssigwaschmittel.
  • Dosis an Wasserhärte anpassen, Überdosierung vermeiden.
  • 30 bis 40 Grad reichen oft aus, Kochwäsche sparsam einsetzen.
  • Zusatzspülgang bei Babys, Allergikern oder empfindlicher Haut erwägen.
  • Kapseln sicher lagern, kindersichere Verschlüsse nutzen.
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Selbst gemachte Waschmittel: chance und tücken

Viele schwören auf Do-it-yourself-Rezepte mit Seife, Natron oder Waschsoda. Das spart Verpackung und reduziert Duftstoffe. In hartem Wasser bildet Seife aber Kalkseifen. Das graut Textilien aus und kann die Maschine belasten. Essig als Weichspüler greift Dichtungen an. Wer experimentiert, testet zunächst an Handtüchern, dosiert sparsam und entkalkt regelmäßig. Bei Funktionskleidung, Wolle und Seide sind Spezialwaschmittel meist die bessere Wahl.

Rezepturen ändern sich. Ein Produkt mit Problemstoffen kann morgen überarbeitet sein – und umgekehrt.

Wie man problematische Inhaltsstoffe schneller erkennt

Die Zutatenliste verrät viel. Konservierer stehen oft am Ende. Häufige Begriffe sind Methylisothiazolinone, Benzisothiazolinone oder Chlormethylisothiazolinone. Duftstoffe erkennen Sie an Bezeichnungen wie Limonene, Linalool, Citronellol. Wer wiederkehrende Hautprobleme bemerkt, notiert Marken und Namen und bespricht das beim Dermatologen. Ein Epikutantest klärt Allergien zielgenau.

Marketingversprechen richtig einordnen

Formulierungen wie „mit Marseille-Seife“ klingen sanft, sagen aber wenig über das Gesamtpaket aus. Die Basis kann mild sein, zusätzliche Duftstoffe, Farbstoffe oder Konservierer verändern das Risiko. Auch „hypoallergen“ schützt nicht vor jeder Reaktion. Verlässlicher wirken kurze Rezepturen, transparente Deklaration und unabhängige Umweltzeichen.

Zusätzliche Hinweise für den Alltag

Eine saubere Maschine wäscht schonender. Flusensieb reinigen, Türdichtung trocknen, Schublade herausnehmen und entkalken. So benötigen Sie weniger Chemie pro Waschgang. Stark verschmutzte Stellen lokal mit Gallseife oder Fleckenbalsam vorbehandeln, dann die Hauptwäsche niedriger dosieren. Für Sporttextilien helfen spezielle Waschmittel, die Gerüche lösen, ohne die Membran zu beschädigen.

Wer unsicher ist, führt einen dreiwöchigen Test durch: Umstieg auf parfümfreies Pulver, korrekte Dosierung nach Wasserhärte, zusätzlicher Spülgang. Bessern sich Hautreizungen, lag es wahrscheinlich am Additivmix. Bleiben die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat folgen.

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Quelle der Testangaben: 60 Millions de consommateurs, Untersuchung vom 7. April 2023. Produkte und Rezepturen können je nach Markt und Zeitpunkt abweichen.

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